Fallstudie: organophiler Bentonit in der BTEX-Grundwassersanierung

Durch den Einsatz von organophilem Bentonit in einer durchlässigen reaktiven Barriere (PRB) konnte die BTEX-Konzentration in kontaminiertem Grundwasser an einem Raffineriestandort erfolgreich unter die gesetzlichen Grenzwerte gesenkt werden.

Die Herausforderung

Das Grundwasser einer Erdölraffinerie war mit Benzol, Toluol, Ethylbenzol und Xylolen (BTEX) in Konzentrationen verunreinigt, die 15–80x über den gesetzlichen Grenzwerten lagen. Herkömmliche Pump-and-Treat-Systeme wurden für den Sanierungszeitraum von 10 Jahren als kostenintensiv angesehen.

Lösung: organophiler Bentonit PRB

In einem 45 m langen, 2 m tiefen Graben senkrecht zum Grundwasserfluss wurde eine durchlässige reaktive Barriere aus einer Sand/Organoclay-Mischung (15 % organophiler Bentonit im Trockengewicht) installiert. Die hydrophobe Oberfläche des Organoclays adsorbierte bevorzugt BTEX-Verbindungen aus der wässrigen Phase, als das Grundwasser die Barriere passierte.

Ergebnisse (24-Monats-Überwachung)

SchadstoffEinflussreich (Durchschnitt)Abwasser (Durchschnitt)Reduzierung
Benzol2.400 μg/L38 μg/L98,4%
Toluol8.500 μg/L85 μg/L99%
Ethylbenzol1.200 μg/L24 μg/L98%
Gesamt-Xylole5.600 μg/L112 μg/L98%

Alle Abwasserkonzentrationen entsprachen nach dreimonatigem Sperrbetrieb den gesetzlichen Einleitungsstandards.

Organophiler Bentonit für Wasseraufbereitungsanwendungen